PreQual Steps: Ziele und Intentionen unseres Projektes

Europaweit sehen sich Migrantinnen strukturellen Barrieren sowie starken Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt gegenüber – insbesondere wenn es um den Zugang zum qualifizierten Arbeitsmarkt geht. Migrantinnen zirkulieren folglich in einem stark segmentierten Arbeitsmarkt, der sie von zahlreichen Sektoren ausschließt und in spezifische Berufsbranchen lenkt, Hausarbeiten, niedere Dienstleistungen, Sexarbeit und Pflege. Migration, Arbeitsmarkt und Pflege zählen gleichzeitig zu gesellschaftlichen Brennpunkten globalisierter europäischer Politiken. PreQual steps basiert auf dem Projekt PreQual, einem Qualifizierungsprogramm, das an der Schnittstelle dieser Bereiche angesiedelt ist und von der Migrantinnen-Selbstorganisation maiz gemeinsam mit Partnerorganisationen aus sechs europäischen Ländern im Rahmen der Leonardo da Vinci Projektreihe der EU entwickelt wurde. Es ist ein lösungsorientierter Ansatz im Umgang mit den starken Benachteiligungen, denen Migrantinnen am Arbeits- und Ausbildungsmarkt innerhalb der EU ausgesetzt sind, mit dem Ziel den Zugang zu Bildungs- und Arbeitsmarkt für Migrantinnen zu verbessern Gefördert durch die Europäische Union (Projektreihe Leonardo da Vinci /Innovationstransfers) wird PreQual steps die innovativen Ergebnisse aus dem Pilotprojekt von Österreich nach Ungarn, Griechenland, Spanien und Tschechien weitertragen und das Konzept durch weitere europäische Aspekte rund um die Themen Frauenmigration, Arbeitsmarkt, Gesundheit und Pflege erweitern. Nach der zweijährigen Projektlaufzeit von November 2007 bis Oktober 2009 werden folglich Aspekte zu diesen Themenfeldern aus insgesamt neun europäischen Ländern in PreQual Berücksichtigung finden. Langfristig zielt PreQual steps darauf ab, die Maßnahme in den Partnerländern zu implementieren und damit Lücken im Ausbildungssystem zu schließen. Die unterschiedlichen nationalen und internationalen Partner haben sich in dieser Partnerschaft zusammen geschlossen, um ihre weitreichenden Kompetenzen, Erfahrungen, sowie ihre Fülle an Kontakten zu den unterschiedlichen Zielgruppen und ihre Einflussmöglichkeiten zu nützen. Die Partnerschaft setzt sich aus folgenden operativen Organisationen zusammen: Projektverantwortliche Organisation maiz (Österreich), Antigone - Information and Documentation Centre on Racism, Ecology, Peace and Non-Violence (Griechenland), Iepala- Instituto de Estudios Políticos Para América Latina y África (Spanien), Sofia (Tschechien) und DemNet Foundation for Development of Democratic Rights (Ungarn).